Tamaryokucha

Tamaryokucha, auch bekannt als Guricha, ist nicht zur typischen Form eines Sencha oder Gyokuro gerollt, sondern hat eher das Erscheinungsbild kleiner Perlen oder Locken, den Tamagata. Daher der Name des Tees.

Es gibt zwei verschiedene Arten des Tamaryokucha:

Die modernere Methode, Mushi-sei: Der Tee wird gedämpft und dann in speziellen Öfen (Kama), bzw. Trommeln getrocknet. Frischer, blumiger Charakter.

Die traditionelle Methode, Kama-iri-sei, die sich aus der chinesischen Methode der Grünteeproduktion entwickelt hat: Der Tee wird in Trommeln oder Pfannen erhitzt und dann in speziellen Öfen (Kama) getrocknet. Dieser sogenannte Kamairi-Cha hat einen Charakter, der ihn vom Sencha unterscheidet: leichte Kastanienröstnote. Er ähnelt ein wenig dem traditionellen chinesischen Grüntee. Kamairi-Cha ist heute selten, da hauptsächlich die moderne Variante des Tamaryokucha hergestellt wird.

Sowohl das Dämpfen nach der japanischen Methode oder Erhitzen nach der chinesischen Methode erfüllen den gleichen Zweck, die Oxidation, bzw. Fermentation des frischen Teeblattes zu verhindern, wie bei allen anderen Grünteesorten auch.