Reduzierte Packungsvielfalt zu Ihrem Vorteil

Im Frühjahr 2011 lief bei uns die Umstellung auf die heute aktuellen Teeverpackungen an. Zu Ihrem Vorteil haben wir die angebotenen Verpackungsvariationen reduziert.

Verschiedene Überlegungen und Beobachtungen haben uns zu dieser Verbesserung geführt.

Wir prüfen natürlich immer sehr genau, welche Tees in welchen Verpackungseinheiten von unseren Kunden gekauft werden. Wir wissen auch aus Gesprächen und E-Mails mit Kunden, warum bestimmte Tees in bestimmten Einheiten bevorzugt werden.
Teegeschäft in Kyoto, JapanMancher Kunde möchte nämlich immer den frischesten Tee in kleinen Packungen, um so auch eine Vielzahl verschiedener Sorten zu Hause zur Auswahl zu haben. Nach Lust und Laune wird dann der Stimmung entsprechend die passende Sorte zu Hause ausgewählt.

Andere kaufen immer große Tüten. Allerdings spielt da sehr oft die Ersparnis eine Rolle, also der etwas günstigere Preis in der 1-kg-Packung im Vergleich zur entsprechenden Menge in kleineren Packungen.

Nun könnte man also sagen, wer viel Tee einer bestimmte Sorten benötigt, der braucht auch große Packungen. Sie kennen vielleicht diese ganzen Aktionstees und Vorteilspackungen, die, so die Werbung, deshalb besonders günstig sind, weil zum Beispiel Tüten und Verpackungen eingespart werden. Aber irgendwie, so vermuteten wir schon lange, ist da irgendwo ein Haken.

Die Ersparnis durch große Packungseinheiten ist nämlich nicht wirklich so groß, wie die jeweiligen Verkaufspreise suggerieren. Die Kosten für die Tüten und Etiketten bewegen sich im Cent-Bereich. Ein eher größerer Posten ist da schon der Bereich des Handling, also wie lange dauert das Befüllen, wie viele Handgriffe sind nötig. Sicher ein Punkt, der bei Standardtees, die maschinell abgefüllt werden, zu berücksichtigen ist. Bei Spezialitäten, die sowieso von Hand abgefüllt werden, ergibt sich allerdings praktisch kein Vorteil.

In den letzten Jahren ist durch gestiegene Verkaufspreise auch etwas sichtbar geworden, das früher bei günstigen Sorten kaum offenbar war. Manche Händler bieten 15 bis 20 % Nachlaß auf den Preis bei Abnahme eine Kilos an. Auch wir haben dies gemacht, weil es eben in der Branche üblich war. Ein Tee der 20 Euro das Kilo kostet, kostet mit 20 % Nachlaß 16 Euro. 4 Euro Preisvorteil, das läßt sich noch irgendwie begründen. Aber ein Tee der 200 Euro das Kilo kostet, würde bei 20 % Nachlaß nur noch 160 Euro kosten. Aber wie bitte lässt sich ein Nachlass von 40 Euro beim Kilopreis rechtfertigen? Gar nicht! Eine solche Differenz ist nicht durch Packungsgrößen, Tütenkosten oder Arbeitskosten zu rechtfertigen. Es ist einfach ein Preis, der gewährt wird, um den Kunden zum Kauf einer großen Menge zu bewegen.

Einer der beiden Preise stimmt also, von der Kalkulation her betrachtet, nicht. Entweder sind die kleinen Packungen überteuert oder die großen Packungen zu niedrig kalkuliert. Jedenfalls stammen solche Nachlässe aus einer Zeit, die unseren Meinung nach für den Handel mit Qualitätstees vorbei ist. Und deshalb machten wir 2011 diesen harten Schnitt.

Es war während meiner Reise nach Japan (Stefan Kolodziej, im Frühjahr 2010), als mir ganz besonders klar wurde, dass Tee in Deutschland irgendwie immer noch verkauft wird, wie vor Jahrzehnten üblich. Typisch für die kleinen Teeläden war und ist der Verkauf aus Dosen. Der Tee wird direkt vor den Augen der Kunden abgefüllt. Hier kann der Tee in der gewünschten Packungsgröße erworben werden.

Aber dies ist eine Art des Teeverkaufs, wie man ihn beispielsweise in Japan, Südkorea, Taiwan und China eher selten findet. Also genau in den Ländern, in denen Tee eine hohe Wertschätzung erfährt. Dort wird Tee eher in kleinen Einheiten angeboten. 50 g, 80 g oder 100 g sind die von den Kunden bevorzugte Mengeneinheiten. 300 g Tüten kann man dort schon als Großpackung bezeichnen.


Tee wird in diesen Ländern vorzugsweise abgepackt angeboten und gekauft — nicht zuletzt aus Frischegründen. Ein offener Verkauf findet eher nicht statt. Auf den Fotos sehen Sie die typische Art, wie in Japan im Teefachgeschäft Tee angeboten wird.

Teeverpackungen in Kyoto, Japan

Wir haben daraufhin unseren gesamten Warenumschlag in Hinblick auf die gekauften Verpackungsgrößen und Mengen durchgesehen. Das Ergebnis war einigermaßen erstaunlich.

Bei den japanischen Tees, welche wir seit vielen Jahren in den typischen originalen 50 g oder 100 g Verpackungen anbieten, haben unseren Kunden keinerlei Probleme bei Bedarf einfach 10 x 100 g oder 20 x 50 g oder auch mehr von einer Sorte zu kaufen.

Anders sieht es bei Tees aus China oder Indien aus. Von diesen Tees werden sowohl Großpackungen, als auch Kleinpackungen gekauft. Auch hier haben wir viele Kunden, die lieber 3, 4 oder 5 x 250 g einer Sorte nehmen, als sich eine 1 kg Packung hinzustellen. Dafür spricht die einfachere Handhabung und die Möglichkeit eine Packung für’s Büro und eine für zu Hause oder andere Orte zu nehmen. Und natürlich auch der frische Duft, der einem beim Öffnen einer neuen Packung entgegenströmt.

Wenn nun also der Preisvorteil für die Großpackung wegfällt, fällt wohl auch für die meisten Kunden der Grund weg, eine größere Packung zu kaufen.

Daraus folgt, dass wir die kleinen Packungen genauso günstig anbieten müssen, wie vormals die Großpackung. Auf die großen Einheit können wir, bzw. können Sie so verzichten.

Für Sie bedeutet dies, dass Sie Ihre gewünschte Menge aus der entsprechenden Anzahl einzelner Packungen zusammenstellen können, oder aber, und das ist ein weiterer interessanter Gedanke, Ihr persönliches Teesortiment breiter gestalten können.