Tennen Gyokuro

Gyokuro ist ein Tee, der von Kennern hochgeschätzt wird. Aber manchmal sorgt er für Enttäuschung gerade bei unerfahreneren Teetrinkern. Das liegt oft an einer zu geringen Teedosierung oder an einer zu hohen Wassertemperatur beim Teezubereiten. Gerade Gyokuro reagiert sehr empfindlich auf zu heißes Wasser.

Das besondere am Gyokuro ist seine oft ausgepägte Süße, satte Milde und der typische Umami-Geschmack. Umami bezeichnet einen herzhaften, wohlschmeckenden Geschmackseindruck. Der besondere Geschmack des Gyokuro wird im Anbau hervorgerufen, durch eine teils sehr lange und starke Beschattung der Teesträucher (bis zu sechs Wochen), sowie eine starke Stickstoffdüngung.

Die sehr langen Beschattungszeiten sorgen für eine Schwächung der Teepfanzen, weshalb man diese im kontrolliert ökologischen Anbau eher vermeidet. Dort begnügt man sich mit kürzerer Beschattung von etwa zwei bis drei Wochen. Ein massiver Stickstoffeinsatz wie beim konventionellen Gyokuro ist nicht gewünscht. Was also tun?

Tennen Gyokuro

Es gibt einige Teepflanzenvarietäten, die einen „natürlichen“ süßen Charakter aufweisen. Verwendet man diese Teestrauchsorten um einen Tee zu erzeugen, der den Charakter des Gyokuro widerspiegelt, so bezeichnet man diese oft als „Tennen-Gyokuro“ (Tennen = natürlich), also als „natürlichen“ Gyokuro.

Zu diesen Teestrauchsorten gehören zum Bespiel Sae Midori, Oku Midori, Oku Yutaka, aber ganz besonders auch die Asatsuyu. Die Teefarmer Kenji und Shutaro Hayashi aus Kirishima stellen zwei wundervolle Tennen-Gyokuro Tees her. Einer davon aus der besonders süßen Asatsuyu, der andere aus der Oku Yutaka. Beide Tennen-Gyokuro haben einen hocharomatischen Geschmack und eine tiefe grüne Tassenfarbe. Gerade in den letzten Jahren stelle ich fest, dass mehr und mehr Gyokuro-Freunde zu diesen beiden wunderbaren Tees greifen. Sollten Sie Tennen-Gyokuro noch nicht kennen, dann kann ich Ihnen diesen ganz besonders empfehlen.

Tennen Gyokuro eine Auswahl: